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Farbenklang

Das Leben ein Farbkasten
Sprach der Narr
Die Zeit ein erdachtes Kontinuum
Uns zu knechten.
Die Liebe ist rot
Und Grau die Enttäuschung
Alles
Überschattet durch den Kontrast
Der nächtlichen Schwärze
So klanglos
Wie das Wimmern eines Trauernden
Ist das Blau
Des Himmels

Die Erinnerung
So honiggelb wie Sonnenstrahlen
Eines frühen Sommer-
Morgens
Dachte der Realist
Und starrte
Mit tiefen-schwarzem Blick
Der Zukunft
Entgegen

Die Hoffnung eine weiße Taubenfeder
Die durch das kalte
Violett
Der eisigen
Angst
Schwebt
Schwieg der Optimist,
schon bald vom Grau
eingeholt
1.2.07 22:14


Da sitz ich jetzt schon seit Tagen hier zu Hause. Und natürlich ist mir das Dach auf den Kopf gefallen. Und natürlich war es schmerzhaft - ganz wie erwartet. Die ganzen überflüssigen Kommentare gehen mir dermaßen auf die Nerven, ich kann gar nichts dagegen tun. Nicht einmal ablenken ist hier wirklich möglich. Ich könnt geradewegs alles herausschreien. - Wenn ich könnte. Seit Tagen ist es jeden Morgen das gleiche: Geht es dir besser?
Verdammt, wenn ich könnte, würde ich euch die Antwort entgegenbrüllen: Ja, es geht mir gut, also lasst mich endlich in Ruhe.
Aber nein... und dann nach wenigen sekunden ein "Sag mal was" begleitet von höhnischem Grinsen.
Es ist seltsam, wie wenig mir meine Stimme fehlt. Nur ständig irgendwas gefragt zu werden, ohne antworten zu können. (Wenn ich auch gar nicht will!!!) Es nervt. Gewaltig.
Und nicht telefonieren zu können. Das ist fast schon schlimm. Auch wenn ich nur selten telefoniere. Aber einfach nur nicken, das bringt einen da nicht weiter.
Und verdammt noch mal, dieses Wochenende macht mich fertig! Da geht es mir seit Tagen wieder gut und niemanden interessiert es. Was soll man schon mit jemandem anfangen, der nicht sprechen kann?
Und Er? Er meldet sich eh mal wieder nicht. Hat seinen blöden "Neuanfang" schon längst wieder vergessen - sollte er je dran geglaubt haben.
Es ist nicht fair. Immer wieder Hoffnung zu schöpfen, um dann jedes Mal wieder auf die Nase zu fallen, das ist sehr unschön.
Ich hatte gehofft - inständigst gehofft - diese ganze wahnwitzige Suche aufgeben zu können, einfach, weil ich annähernd das Gesuchte gefunden habe. Aber nichts ist! Nichts ist da, worauf man sich verlassen könnte. Nichts und niemand!
Ich könnte kotzen, wenn ich daran denke, morgen wieder in die Schule gehen zu müssen. Und gleichzeitig könnt ich kotzen bei der Vorstellung noch einen einzigen Tag hier verbringen zu müssen. Warum hab ich die letzte Woche wohl ständig geschlafen? Bestimmt nicht nur, weil ich so schrecklich krank war. Sondern einfach, weil mich die Menschen hier so unglaublich langweilen.
Meine Güte... das klingt so verdammt überheblich und gleichzeitig fühl ich mich dabei einfach nur elend. Was soll man denn sonst denken, wenn es kein Entrinnen gibt? Wenn die Menschen um mich herum sich für alles interessieren, nur nicht für das, was mir Wirklich wichtig ist? Was sollen diese ganzen erzwungenen Gespräche, wenn euch doch eh egal ist, was mir etwas bedeutet!?
Es ist nicht fair. Ich will hier raus. Nach Hause - und ich hab keine Ahnung, wo das ist. Es war vielleicht einmal bei dem, der mich nicht will, dem ich - Wohl oder Übel - scheinbar doch nichts bedeute.
11.2.07 21:11


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